Die Nachfrage nach Hormontherapie steigt rasant und ein wichtiges Medikament – Östrogenpflaster – ist in den Vereinigten Staaten Mangelware. Dieser Mangel ist nicht nur eine Unannehmlichkeit; Es betrifft Frauen, die auf diese Pflaster angewiesen sind, um schwächende Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen und Nachtschweiß zu lindern. Die Situation macht deutlich, wie schnell die Nachfrage selbst bei etablierten Medikamenten das Angebot übersteigen kann.

Der Aufstieg der Hormontherapie

Jahrzehntelang stieß die Hormontherapie aufgrund überholter Ängste vor Nebenwirkungen auf Skepsis. Allerdings haben neuere Forschungsergebnisse, gepaart mit einem kulturellen Wandel hin zu offenen Gesprächen über die Wechseljahre, diesen Trend umgekehrt. Die Verschreibungen für Hormontherapien sind seit 2021 um 86 % gestiegen, wobei Östrogenpflaster eine besonders beliebte Wahl sind. Experten stellen fest, dass dieser Anstieg auf ein wachsendes Verständnis der Vorteile für Frauen in den Wechseljahren zurückzuführen ist.

Warum der Mangel?

Das Hauptproblem ist einfach: Die Nachfrage übersteigt jetzt die Produktionskapazität. Die Aufhebung einer seit langem bestehenden „Black-Box“-Warnung zur Hormontherapie durch die FDA im November steigerte die Nachfrage zusätzlich, ebenso wie die erhöhte Aufmerksamkeit sowohl in den traditionellen als auch in den sozialen Medien. Den Herstellern fällt es schwer, die Produktion schnell genug zu steigern, um Schritt zu halten, was zu weit verbreiteten Engpässen führt. Dr. Adi Katz vom Lenox Hill Hospital in Northwell erklärt: „Die Ausweitung der Medikamentenproduktion ist nicht so einfach, wie es scheint.“

Warum Patches so beliebt sind

Östrogenpflaster geben Östradiol – eine körpereigene Form von Östrogen – direkt über die Haut ab. Dadurch wird die Leber umgangen, was im Vergleich zu oralen Medikamenten möglicherweise das Risiko von Blutgerinnseln und Schlaganfällen verringert. Obwohl Pflaster nicht die einzige wirksame Methode sind, sind sie für viele Ärzte zur Standardbehandlung geworden und werden online stark beworben, was zu einer unverhältnismäßigen Nachfrage führt.

Wie Frauen den Mangel bewältigen können

Die gute Nachricht ist, dass Östrogenpflaster nicht unersetzlich sind. Es gibt mehrere Alternativen:

  • Entdecken Sie andere Formen: Sprays, Gele, Vaginalringe und sogar orale Pillen können Wechseljahrsbeschwerden wirksam behandeln.
  • Subdermale Pellets: Diese langlebigen Implantate setzen über Monate hinweg langsam Östrogen frei.
  • Probieren Sie verschiedene Apotheken aus: Die Lagerbestände variieren je nach Standort.
  • Markennamen berücksichtigen: Generische Versionen sind möglicherweise schwieriger zu finden.
  • Dosis anpassen: In manchen Fällen kann die Verdoppelung eines Pflasters mit niedrigerer Dosis dies ausgleichen.
  • Verlängern Sie die Tragedauer des Pflasters: Eine Verlängerung der Tragedauer um einen Tag ist zwar nicht ideal, kann aber zu einer Dehnung der Vorräte führen.

Was Sie jetzt tun sollten

Wenn Sie auf Östrogenpflaster angewiesen sind, besprechen Sie umgehend Alternativen mit Ihrem Arzt. Sie können Ihre individuellen Bedürfnisse beurteilen und die beste Vorgehensweise empfehlen. Der Mangel ist frustrierend, aber mit proaktiver Kommunikation und der Bereitschaft, andere Optionen auszuloten, beherrschbar.

„Arzneimittelknappheit ist frustrierend, aber Sie sollten in der Lage sein, mit Ihrem Arzt einen alternativen Plan auszuarbeiten“, sagt Dr. Gillian Goddard von der NYU Langone Health. „Ärzte und Apotheker haben es mit vielen Patienten in der gleichen Situation zu tun, daher kann es etwas länger dauern, bis sie auf Ihre Anliegen eingehen, aber seien Sie auch höflich und hartnäckig.“